Autor: Alspo (Seite 1 von 10)

Qualifikation Final Four

Am letzten Wochenende fand in Magdeburg ein Doppelspieltag in der 2. Bundesliga Nord des Rollstuhlrugby mit insgesamt 12 Begegnungen statt.

Unser Team in der 2. Bundesliga Nord (Jakob, Matthias, Mikkel, Robert, Christian und Samir, v.l.) qualifizierte sich als Tabellenführer für die Final Four um die Deutsche Meisterschaft.

Nachdem unser Team sowohl in der Hin- wie auch in der Rückrunde alle Spiele gegen die Teams aus Magdeburg, Bochum und Hannover gewonnen hatte, haben wir uns als Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord für das Turnier der Final Four um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Gegner sind Illerrieden, Koblenz und Magdeburg.

Aufstieg als Ziel

Der erste Spieltag der 2. Bundesliga im Rollstuhl-Tischtennis fand in Bielefeld statt. Wir sind mit zwei Teams in der Liga vertreten. Unser erstes Team hat sich mit Simon, den wir als neuen Spieler aus England hinzugewonnen haben, neuformiert. Vor allem sein Spielpartner Reinhard hegte große Hoffnungen in Simons Spielstärke. Er sollte nicht enttäuscht werden. Am Ende übernahmen wir die Tabellenführung.

Gleich im ersten Spiel gegen unser zweites Team (Frank und Mark) gewannen die beiden souverän und leider auch sehr deutlich mit 5:0 Spielen. Das erwartete Spitzenspiel gegen den Mitfavoriten aus Bielefeld erledigte Simon im Einzel mit 3:1 Sätzen. Leider verlor Reinhard sein Einzel recht deutlich. Das anschließende Doppel würde nun eine Vorentscheidung bedeuten, doch auch dieses Spiel ging, relativ unerwartet, an den Gegner. Zwei weitere Siege aus den letzten beiden Einzelbegegnungen bescherten uns am Ende dennoch allen Grund zur Freude, und unser erstes Team gewann die Begegnung mit 3:2 Spielen.

Simon und Reinhard (v.l.) setzten sich in beiden Begegnungen durch und übernahmen mit Ende des ersten Spieltags die Tabellenführung der 2. Bundesliga.

Unser zweites Team trat gegen das zweite Team aus Bielefeld an. Trotz recht ansprechender Leistungen von Frank und Mark ging die Partie verloren, wobei Mark ein Sieg im Einzel gelang und auch Frank nur knapp unterlag. In der nächsten Runde schlug sich unser zweites Team wiederum achtbar, konnte aber die Niederlage nicht verhindern, wobei Mark wiederum ein Einzel gewann. Am Ende wurde das Spiel mit 1:4 verloren.

Unser zweites Team mit Mark und Frank (v. l.) musste sich im ersten Spiel unserem ersten Team geschlagen geben.

Unser erstes Team hielt sich in der zweiten Begegnung, dieses Mal gegen das zweite Team aus Bielefeld, schadlos und gewann am Ende mit 5:0. Reinhard wankte zwar ein wenig, aber er gewann seine beiden Einzel mit jeweils 3:2 Sätzen. So führt unser erstes Team zum Ende des ersten Spieltags die Tabelle der 2. Bundesliga an. Unser Ziel, der Aufstieg in die 1. Bundesliga, ist also absolut im Bereich des Möglichen.

Starker Mitgliederzuwachs

Nach fast 18 Monaten sportlichen Stillstands finden inzwischen alle Gruppen wieder statt. Der Ligaspielbetrieb läuft wieder an und erste Wettkämpfe werden wieder ausgetragen. Viele ehemalige Mitglieder, die trotz der Möglichkeit einer passiven Mitgliedschaft ausgetreten waren, kehren zurück. Aber auch etliche Neumitglieder haben sich uns in den letzten Wochen angeschlossen oder befinden sich aktuell im Schnuppertraining.

Während in der Pandemie die Mitgliederzahl zeitweilig unter 100 sank, kratzt sie inzwischen fast wieder an unserer bisherigen Bestmarke. Mit insgesamt 158 aktiven, passiven und fördernden Mitgliedern fühlen wir uns wieder stark aufgestellt. Vor allem die Abteilungen Para Schwimmen und der Bewegungssport für Erwachsene im Rollstuhl (Alstercracks) sind gewachsen. Die Schwimmerinnen und Schwimmer bilden seit Oktober die größte Abteilung in unserem Verein.

Kurzbahn-Cup Remscheid 2021

Erstmals seit Beginn der Pandemie fuhren wir wieder mit einem großen Vereinsteam auf einen Schwimmwettkampf. Trotz der immernoch sehr eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten gelang uns beim diesjährigen Kurzbahn-Cup des BRSNW in Remscheid ein hervorragendes Abschneiden. In der Platzierungsübersicht der Vereine standen wir am Ende auf Platz 3. Janine führte die Gesamt-Platzierungsliste aller Schwimmerinnen und Schwimmer an.

Janine erreichte über 200 Meter Brustschwimmen eine neue Bestzeit. Foto: Volker Schröer.

Strenge Hygieneauflagen (nur geimpfte Personen, fest zugeteilte Bereiche, Maskenpflicht außerhalb des Wassers, Kontaktnachverfolgung, stark begrenzte Teilnehmeranzahl) machten nach 18 Monaten Wettkampfpause endlich den Vergleich mit anderen Schwimmerinnen und Schwimmern wieder möglich. Tanja schwamm über 100 Meter Freistil sowie über 50 Meter Freistil einen neuen Deutschen Rekord. Janine konnte über 200 Meter Brustschwimmen Bronze in der offenen Wertung sowie über 100 und 50 Meter Schmetterling jeweils eine neue Bestzeit erreichen.

Simin (hier über 50 Meter Brustschwimmen) löste mit neuer persönlicher Bestzeit über 50 Meter Freistil ihre Eintrittskarte zur Deutschen Meisterschaft 2022. Foto: Volker Schröer.

Simin erschwamm mit 379 Punkten über 50 Meter Freistil eine neue persönliche Bestzeit und sicherte sich ihre Eintrittskarten für die Deutsche Kurzbahnmeisterschaft 2021 sowie die Deutschen Meisterschaften 2022. Über 100 Meter Freistil verpasste sie die Qualifikationsnorm für 2022 nur knapp. Anna brachte über die 50 Meter Rückenstrecke in der Jugendwertung eine Silbermedaille mit nach Hause. Mirza glänzte vor allem über ihre Lieblingsstrecke 50 Meter Brustschwimmen mit einem siebten Platz in einem 33 Schwimmerinnen starken Feld. Merle konnte ihre Vorjahreszeit über 50 Meter Freistil verbessern.

Franka qualifizierte sich über zwei Bruststrecken für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2021. Foto: Volker Schröer.

Bei Franka sorgte vor allem eine Nachricht vom Vorabend des Wettkampfs für Erleichterung: Das Verbandsgericht des Deutschen Behindertensportverband hatte angeordnet, dass ihre in Berlin auf höchst zweifelhaftem Weg vorgenommene Umklassifizierung sofort aufzuheben ist und bis zu einer korrekten Nachbegutachtung ihre bisherige Startklasse weitergilt. Franka qualifizierte sich am Morgen danach mit ihren Leistungen über 50 und 100 Meter Brustschwimmen jeweils für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im November.

Norddeutscher Lehrgang

Eine Premiere gab es am letzten Sonnabend in der Rostocker Neptunschwimmhalle: Erstmals haben sich die Landeskaderathletinnen und -athleten aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu einem gemeinsamen Lehrgang im Para Schwimmen zusammengefunden. Aus Hamburg waren Anna, Franka, Janine, Mirza, Simin und Tanja (alle Alstersport) dabei.

Das 50-Meter-Becken in Rostock war ein idealer Trainingsort. (Foto: Jette Mundt)

Zwei Mal ging es an diesem Tag für die Schwimmerinnen und Schwimmer ins Wasser. Am Vormittag lagen die Schwerpunkte im technischen Bereich, nachmittags ging es an die Grundlagenausdauer. Für viele war es ein hartes Stück Arbeit nach den coronabedingten Einschränkungen im Schwimmbetrieb. Die Stimmung hat es nicht getrübt in der Rostocker 50-Meter-Halle. Ganz im Gegenteil, die Motivation war grenzenlos zum Auftakt der neuen Saison.

Neben zwei Wasser-Einheiten fand auch gemeinsames Athletiktraining statt. (Foto: Jette Mundt)

Bei einem gemeinsames Athletiktraining und Mittagessen konnten sich nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern auch die Trainerinnen und Trainer aus den drei nördlichen Bundesländern kennenlernen. Für alle 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war dieser Tag eine tolle Erfahrung. Wir sind uns einig, dass es der Auftakt für einen regelmäßigen Norddeutschen Länderlehrgang im Para Schwimmen war.

Schönhagen 2021

Nachdem 2020 unsere beliebe Sportfreizeit in Schönhagen coronabedingt leider ausfallen musste, konnte sie in diesem Jahr unter Hygieneauflagen wieder stattfinden. Mit Unterstützung der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburger Sportjugend, der Aktion Mensch, der Alexander-Otto-Sportstiftung und einiger privater Spender konnten insgesamt knapp 30 sonnenhungrige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung sich eine Woche lang an der Ostsee erholen und endlich wieder gemeinsam Sport treiben.

Insgesamt 27 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung waren eine Woche lang in Schönhagen an der Ostsee.

Weil fast alle Teilnehmenden vollständig geimpft sind, die Anlage nur zu einem kleinen Teil belegt und in den öffentlichen Räumen das Tragen von Masken vorgeschrieben war, war das Infektionsrisiko kalkulierbar. Jeden zweiten Tag war ein Schnelltest vorgeschrieben.

Jeden zweiten Morgen war ein Schnelltest vorgeschrieben.

Aktionen, bei denen es zu vielen Kontakten mit gruppenfremden Personen kommt, waren nicht möglich. So musste das geliebte Ponyreiten in diesem Jahr leider ausfallen. Allerdings war es möglich, stattdessen einen privaten Esel- und Maultierhof zu besuchen. Die Tiere kamen zum ersten Mal mit Menschen mit Behinderung in Berührung und waren sehr neugierig.

Der Esel wollte auch mal einen Elektrorollstuhl fernsteuern.

Beim Schwimmen in der Ostsee waren fast alle Teilnehmenden dabei. Wegen der langen Hitzewelle vor unserer Anreise hatte das Wasser bereits über 20 Grad. Trotzdem standen insbesondere für die Mitglieder mit Cerebralparese Neoprenanzüge bereit, um ein schnelles Auskühlen zu verhindern und damit die Verstärkung der spastischen Lähmungen zu reduzieren.

Zwei aufblasbare Stand-Up-Boards gaben zusätzliche Sicherheit in der Ostsee.

Ausgerechnet am Tag des Grillabends und des Lagerfeuers regnete es. Den Grillabend konnten wir in unseren Gruppenraum verlegen, der Grill blieb natürlich draußen. Das Lagerfeuer sollte verschoben werden, aber nachdem es auch am nächsten Tag regnete, entschieden wir uns für einen Kino-Abend.

Plakate für den Kino-Abend: Die Wahl fiel mehrheitlich auf einen Film über Menschen mit Behinderung.

Der Disko-Abend fand am letzten Tag statt. Wie immer ging die Freizeit viel zu schnell vorbei. Trotz der Hygieneauflagen hat es allen viel Spaß gemacht. Wir hoffen, im nächsten Jahr noch ein wenig mehr wieder zur Normalität zurückkehren zu können.

Disko-Abend: Es wurde viel getanzt.

Die Ausschreibung für 2022 ist ab sofort über die Geschäftsstelle erhältlich. Die ersten Anmeldungen sind bereits eingegangen.

Disko-Abend: Die legendäre Polonaise Blankenese darf nicht fehlen.

Rowdys zahlen Anhänger

Raser, Verkehrsrowdys und andere Menschen, die in Hamburg zur Zahlung eines Bußgelds verdonnert wurden, haben unsere Mobilität verbessert: Seit kurzer Zeit verfügen wir über einen Pkw-Anhänger, mit dem wir unsere Sportgeräte, aber auch Rollstühle und Gepäck der Mitglieder mit Behinderung, transportieren können.

Die Freude ist groß: Auch mehrere Elektrorollstühle konnten auf die Freizeit nach Schönhagen mitgenommen werden. Das war vorher nicht möglich.

Die Mittel stammen von der Justizbehörde, die besonders förderungswürdigen Hamburger Einrichtungen, unter anderem Organisationen für Menschen mit Behinderung, auf schriftliche Bitte Teile der eingenommenen Bußgelder aus Straftaten zuleitet, um damit die Arbeit und das Wirken der gemeinnützigen Einrichtungen zu fördern.

Auf dem Dach des Anhängers reisen üblicherweise natürlich keine Mitglieder mit.

Der Anhänger ist mit einer Tandem-Achse ausgestattet und kann so bis zu 3.000 kg Ausrüstung transportieren. Er darf bis zu 100 km/h schnell fahren und ist mit mehreren Sicherungssystemen und einer Auffahrrampe für Elektrorollstühle ausgestattet. Er ist als Behindertenfahrzeug nur für den Vereinsbetrieb zugelassen und deshalb auch von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Er kam bereits bei mehreren auswärtigen Wettkämpfen und bei der diesjährigen Jugendfreizeit in Schönhagen zum Einsatz.

IDM Berlin 2021

Insgesamt 77 Teams aus der ganzen Welt nutzen die diesjährigen Internationalen Deutschen Meisterschaften im Para Schwimmen als letzten Test vor den Paralympics. Bedingt durch die Corona-Pandemie war nur eine begrenzte Anzahl von Athletinnen und Athleten in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark Berlin zugelassen. Die Anzahl der Einzelstarts war auf 2.000 begrenzt, morgendliche Schnelltests waren Pflicht. Die Alstersportlerinnen konnten trotz der extrem eingeschränkten Trainingsbedingungen insgesamt recht gut abschneiden.

Das Hamburger Team (v.l.): Thorsten, Sandra, Janine, Anna Josephine, Mirza, Anna, Simin, Franka, Joshua.

So erschwamm Janine über 200 Meter Schmetterling einen neuen Deutschen Rekord. Anna Josephine, die in diesem Jahr erstmals als Erwachsene startete, verpasste auf ihrer Paradestrecke über 50 Meter Brustschwimmen das internationale B-Finale um nur einen Platz und erreichte als sechstschnellste Deutsche mit fast 550 Punkten ein hervorragendes Ergebnis. Mirza sicherte sich eine neue persönliche Bestzeit über 50 Meter Rückenschwimmen und schnappte sich mehrere Medaillen aus der Masterswertung. Simin überzeugte vor allem über 50 Meter Freistil mit neuer persönlicher Bestzeit und fast 400 Punkten. Anna, unsere jüngste Kaderschwimmerin, nahm zum allerersten Mal an einem internationalen Wettbewerb teil, wurde erstmals national klassifiziert und konnte mit großer Nervenstärke die Trainingsinhalte in allen Wettkämpfen erfreulich gut umsetzen.

Bronze über 4 x 100 Meter Freistil in der Staffel: Janine, Anna Josephine, Mirza und Franka sicherten sich den 3. Platz.

Franka stellte über 50 Meter Rückenschwimmen, 50 und 100 Meter Freistilschwimmen sowie über 200 Meter Brustschwimmen neue persönliche Bestzeiten auf. Zu einem Eklat kam es, als eine dazu nicht berufene Offizielle mitten im Wettkampf Frankas und Merles Startklassen jeweils zu ihren Ungunsten abänderte. Die im Para Sport für die Einordnung der Leistungen wichtige Klassifizierung war bei beiden Athletinnen gerade am Vortag turnusmäßig von einem offiziellen Gutachterteam überprüft und als korrekt bestätigt worden. Bei Franka galt die Einstufung bereits seit Beginn ihrer Karriere 2015. Gegen diese aus unserer Sicht ungeheuerlichen Vorgänge haben beide betroffenen Athletinnen, unser Vorstand sowie der Hamburger Landesverband offizielle Rechtsmittel beim Deutschen Behinderten-Sportverband eingelegt.

Bronze über 4 x 100 Meter Lagen in der Staffel: Simin (Freistil), Mirza (Brust), Janine (Schmetterling) und Anna Josephine (Rücken) erreichten den 3. Platz.

Zwei dritte Plätze, damit zwei Bronzemedaillen und die beliebten Teddybären, sicherten sich unsere Staffeln über 4 x 100 Meter Lagen und über 4 x 100 Meter Freistil.

IDM Berlin 2020

Das sehr erfolgreiche Abschneiden unserer Para Schwimmerinnen bei den diesjährigen Internationalen Deutschen Meisterschaften hat unseren Verein auf Platz 5 der Gesamtwertung katapultiert. Auch wenn pandemiebedingt nur etwa ein Viertel der sonst üblichen Teilnehmenden in Berlin am Start war, hatten immerhin 33 Teams für insgesamt 732 Einzelstarts gemeldet. In der Wertung vor uns lagen die Bundesstützpunkte Berlin, Leverkusen und Potsdam sowie der Brandenburgische Landesverband mit der Nationalschwimmerin Verena Schott. Unter den Alstersportlerinnen glänzten vor allem Anna Josephine und Janine.

Fünfbestes Team bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin: Markus, Sophie, Simin, Anna Josephine, Franka, Mirza, Janine und Thorsten (v.l.).

Anna Josephine überzeugte besonders auf ihren Lieblingsstrecken. Gleich am Morgen des ersten Wettkampftags qualifizierte sie sich souverän für das abendliche Finale und konnte dort als Deutsche Jugendmeisterin mit 494 Punkten ihre erste Goldmedaille über 100 Meter Brustschwimmen abräumen. Über 50 Meter Brustschwimmen erreichte die 17jährige sogar 528 Punkte und damit ebenfalls eine Goldmedaille als Deutsche Jugendmeisterin.

Auf dem Weg zu Gold: Anna Josephine (17) über 100 Meter Brustschwimmen. Foto: Ralf Kuckuck.

Janine knackte über 200 Meter Schmetterling den Deutschen Rekord ihrer Startklasse S11. Über 50 Meter Brustschwimmen zog sie als Dritte in das nationale Finale ein und konnte dort mit 488 Punkten den 6. Platz erreichen.

Unsere blinde Schwimmerin Janine (Startklasse S11) erschwamm einen Deutschen Rekord über 200 Meter Schmetterling. Foto: Ralf Kuckuck.

Mirza nahm mehrere deutsche Masterstitel nach Hamburg mit und stand über 50 und 100 Meter Brustschwimmen im nationalen Finale. Zwei sechste Finalplätze sowie ein achter Platz über 200 Meter Brustschwimmen sind sehr gute Leistungen. Franka kämpfte sich über 100 Meter Brustschwimmen in das nationale Finale und war dort am Ende unter den ersten zehn Athletinnen. Über 50 Meter Brust verpasste sie das Finale knapp um rund eine Sekunde. Über ihre Lieblingsstrecke 200 Meter Brustschwimmen hält sie noch immer den Deutschen Rekord.

Franka im nationalen Finale über 100 Meter Brustschwimmen mit souveräner Leistung. Foto: Ralf Kuckuck.

Simin verpasste über 100 Meter Brustschwimmen den Einzug in das nationale Finale als Reserveschwimmerin ebenfalls nur sehr knapp. Über 100 Meter Freistil stellte sie eine neue persönliche Bestzeit auf. Soweit die Corona-Lage stabil bleibt, finden in rund drei Wochen die nächsten Deutschen Meisterschaften statt – dann auf der Kurzbahn (25 Meter).

Kurzbahn-Cup Remscheid

Der erste Schwimmwettkampf nach Beginn der Pandemie und gleichzeitig die letzte Standortbestimmung vor den Deutschen Meisterschaften im Para Schwimmen in Berlin in der übernächsten Woche: Unsere Athletinnen zeigten sich gestern beim BRSNW-Kurzbahn-Cup in Remscheid in Bestform.

Anna Josephine (17) schwamm über 50 Meter Brust souverän auf den 2. Platz der Gesamtwertung (Platz 1 der Jugendwertung).

Coronabedingt war vieles anders, aber 163 disziplinierte Sportlerinnen und Sportler von 20 Vereinen aus acht Bundesländern trugen es mit Fassung. Und Maske. Unsere sieben Alstersportlerinnen nahmen insgesamt elf Medaillen und etliche neue Bestzeiten mit nach Hause. Mastersschwimmerin Mirza konnte über ihre Paradestrecke, 50 Meter Brustschwimmen, zwar nicht mehr ganz an einstige Rekordleistungen anknüpfen, belohnte sich aber über 50 Meter Rücken mit einer neuen persönlichen Bestzeit. Auch über 200 Meter Brust knackte sie fast die 400-Punkte-Marke.

Unsere sehbehinderte Schwimmerin Janine erreichte über 50 Meter Brust den 1. Platz in einem 32 Personen starken Teilnehmerinnenfeld.

Unsere 17jährige Anna Josephine räumte richtig ab: Mit jeweils über 500 Punkten über zwei paralympische Bruststrecken sowie mit drei weiteren guten Leistungen holte sie sich zwei Gold- und drei Silbermedaillen. Über 50 Meter Brustschwimmen erreichte sie in einem 32 Personen starken Teilnehmerinnenfeld souverän den 2. Platz und musste sich nur ihrer Teamkollegin Janine geschlagen geben, die mit knapp 600 Punkten den ersten Platz belegte. Janine knackte auf insgesamt sieben Strecken die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften. Mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen erreichte sie ein durch und durch gutes Ergebnis.

Anna (16) erreichte über 50 Meter Brust eine neue persönliche Bestzeit.

Während Merle über 50 Meter Brustschwimmen und über 50 Meter Freistilschwimmen jeweils eine neue Zweijahres-Bestzeit erreichte, schwamm unsere 16jährige Anna über 50 Meter Rücken eine neue persönliche Bestzeit. Über 50 Meter Brustschwimmen konnte sie ihre Zeit sogar um mehr als 10 Sekunden verbessern und verpasste damit die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften um nur noch 6 Sekunden.

Franka (18) wird bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin auf insgesamt vier Strecken an den Start gehen.

Simin konnte sich unerwartet über eine neue persönliche Bestzeit über 100 Meter Freistilschwimmen noch einen vierten DM-Start sichern, und unsere 18jährige Franka knüpfte nach fast neunmonatiger Verletzungs- und Coronapause gut an ihre alten Leistungen an. Auch sie wird über vier Strecken in Berlin starten, so dass wir erstmals in unserer Vereinsgeschichte mit fünf Schwimmerinnen zu einer Deutschen Meisterschaft fahren.

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