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IDM Berlin 2025

Am letzten Wochenende war unser Team bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Para Schwimmen in Berlin. Neben zahlreichen neuen Bestzeiten kommen wir mit vielen Erfahrungen und schönen Erinnerungen zurück. Gleich fünf unserer Schwimmerinnen nahmen in diesem Jahr an diesem sportlichen Highlight teil, nachdem sie im Vorfeld die benötigten Qualifizierungsnormen erreicht hatten.

Lara, Caro, Mirza, Chrissy und Eva (v. l.) erschöpft aber glücklich am letzten Tag der IDM 2025.

Trotz hoher Temperaturen und organisatorischer Herausforderungen konnten alle Schwimmerinnen ihre Leistungen sicher abrufen. Chrissy räumte bei ihrem allerersten internationalen Wettkampf eine goldene Medaille über 50 Meter Schmetterlingsschwimmen ab und belohnte sich damit für ihr intensives Training des letzten Jahres. Mirza – als alter Hase – fuhr mit neuen Bestzeiten und mehreren Medaillen im Gepäck zurück.

Eva qualifizierte sich unter anderem für das Finale über 100 Meter Schmetterlingsschwimmen und überraschte sich selbst mit einer neuen persönlichen Bestzeit. Lara und Caro verließen den Wettkampf mit neuen Bestzeiten und guten Erfahrungen. Caro schwamm über 50 Meter Rückenschwimmen eine neue persönliche Bestzeit und verfehlte über 50 Meter Freistil ihre Bestzeit nur knapp.

Zwei dritte Plätze

Zur diesjährigen Bundesrangliste im Rollstuhltischtennis hatten wir vier Spielerinnen und Spieler gemeldet. Leider musste eine Spielerin krankheitsbedingt die Teilnahme absagen. Bei Temperaturen um die 34 Grad wurde das Turnier in Aalen zur Hitzeschlacht und brachte die Athletinnen und Athleten an ihre Grenzen.

Beate Schippmann (im blauen Trikot) erzielte in ihrer Leistungsklasse den 3. Rang.

Beate Schippmann startete in der Damenklasse und erkämpfte sich einen starken dritten Platz von neun Starterinnen. In der Leistungsklasse 2 konnte sich Reinhard Vochezer ebenfalls den dritten Rang sichern – unter acht Konkurrenten.

Reinhard Vochezer (links) sicherte sich ebenfalls den 3. Platz in seiner Leistungsklasse.

In der Leistungsklasse 3 gab es insgesamt sieben Absagen, so dass neben unserem Frank Richter nur noch vier weitere Spieler den Wettkampf aufnahmen. In einer Doppelrunde mit acht Spielen für jeden musste sich Frank ob der starken Konkurrenz mit dem fünften Rang begnügen.

Silber bei DM

Bei der Deutschen Meisterschaft im Para Tischtennis konnte Frank Richter im Doppel den 2. Platz erreichen. Für die Veranstaltung, die zum dritten Mal in Folge im Glaspalast in Sindelfingen stattfand, hatten sich zwei unserer Mitglieder qualifiziert. Sie traten jeweils in der Wettkampfklasse 2 an.

Rebecca Bartels (links) erreichte bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft Platz 5.

Für Rebecca Bartels war es die erste Deutsche Meisterschaft. Es galt, Erfahrungen zu sammeln. Am ersten Wettkampftag startete das Turnier um 10:00 Uhr mit dem Mixed-Wettbewerb, wo sie, genauso wie Frank Richter, eine starke Gruppe erwischte. Beide wurden am Ende Gruppenletzter. Anschließend startete Frank mit seinem Doppelpartner Tim Bunte von der BSG Duisburg und holte sich dort die Silbermedaille.

Am zweiten Wettkampftag waren die Einzelwettbewerbe dran: Rebecca und Frank erreichten jeweils den 5. Platz. Alles in allem war es ein erfolgreiches Turnier mit vielen wertvollen Begegnungen und Erfahrungen.

Süddeutsche 2025

Mit vier Para Schwimmerinnen reisten wir zu den Süddeutschen Meisterschaften nach Darmstadt. Unser krankheitsbedingt stark dezimiertes Team punktete in einem gut organisierten Wettkampf und hob Alstersport ins obere Drittel der Medaillenwertung. Gerade mit Blick auf das große und durchaus starke inklusive Teilnehmerfeld – angereist aus zehn Bundesländern sowie aus den Niederlanden und der Schweiz – sind wir sehr zufrieden über unsere durchweg erfreulichen Leistungen.

Krankheitsbedingt stark reduziert zeigten wir uns dennoch sehr kämpferisch: Für Merle, Chrissy, Mirza und Franka (v. l.) waren die Süddeutschen erfolgreich.

Merle stellte nach langem krankheitsbedingten Ausfall auf allen Strecken mit Jahresbestzeiten ihre wiedererlangte Stärke unter Beweis. Über 50 Meter Rückenschwimmen verpasste sie ihre Persönliche Bestzeit um nur wenige Zehntelsekunden. Für Chrissy galt es, unmittelbar vor ihren ersten Deutschen Meisterschaften, für die sie bereits qualifiziert ist, letzte wichtige Erfahrungen zu sammeln und Abläufe zu perfektionieren. Über ihre Paradestrecke – 50 Meter Schmetterlingsschwimmen – holte sie sich selbstbewusst eine Goldmedaille. Mirza machte insbesondere im Feld der Mastersschwimmerinnen auf sich aufmerksam und räumte dort gleich drei goldene und eine silberne Medaille ab. Mit neuer persönlicher Bestzeit über 200 Meter Rückenschwimmen zog sie in der Offenen Wertung an 16 Teilnehmerinnen vorbei und erreichte souverän Platz 4. Franka qualifizierte sich auf allen drei Bruststrecken für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im November, über 100 Meter sogar mit einer neuen Persönlichen Bestzeit; über 200 Meter blieb sie nur knapp hinter ihrem Deutschen Rekord.

Saisonabschluss in Berlin

Am letzten Wochenende fand der zweite Spieltag und damit der Abschluss der Saison der Regionalliga Nord im Rollstuhl-Tischtennis statt. Wir waren mit zwei Teams in Berlin vertreten. Da jedes Team gegen vier Konkurrenten spielen musste, stellten wir uns auf einen langen und anstrengenden Tag ein.

Moritz schloss seine erste Hamburger Spielsaison am letzten Ligaspieltag in Berlin sehr erfolgreich ab.

Unser erstes Team hatte zuvor alle seine Matches gewonnen, so dass es im letzten Vergleich zum Showdown gegen Germania Breklum kam. Dabei verpassten wir den Aufstieg in die 2. Bundesliga nur haarscharf durch ein knapp verlorenes Doppel.

Unser zweites Team belegte am Ende Platz 3. Insgesamt war es damit eine gelungene Saison, besonders vor dem Hintergrund, dass mit Rebecca Bartels, Moritz Nedden und Sviatoslav Voitenko gleich drei Mitglieder neu in den Wettkampfsport eingestiegen sind. Ihre Debüts übertrafen alle Erwartungen.

TT-Demo auf der SPOBIS

In der letzten Woche traf sich die Sportbusiness-Szene wieder auf der SPOBIS, dem mit rund 4.000 Teilnehmer*innen, über 200 Redner*innen und über 1.500 internationalen und nationalen Unternehmen größte Sportbusiness-Event, im Congress Centrum Hamburg. Und wir waren dabei!

Frank Richter und Beate Schippmann (v. l.) begaben sich in die Messehallen und zeigte ihre Künste mit dem kleinen weißen Ball.

Wir wurden angefragt, ob wir Tischtennis im Rahmen der Messe demonstrieren können. Können wir, haben wir den Veranstaltern mitgeteilt. So begaben wir uns in die Messehallen und zeigten unsere Künste mit dem kleinen weißen Ball. Für viele Besucher*innen war es eindrucksvoll, Rollstuhl-Tischtennis einmal live zu sehen. Auch für uns war es ein interessantes Erlebnis.

Auflösung Rollstuhl-Rugby

Zum Ende dieses Jahres lösen wir unsere Rollstuhl-Rugby-Abteilung endgültig auf. Nachdem wir bereits zu Beginn der letzten Sommerferien unseren Trainings- und Wettkampfbetrieb eingestellt hatten, treten die letzten noch verbliebenen Mitglieder nun in unsere Breitensport-Abteilung (Alstercracks) über. Damit endet die vor rund zehn Jahren begonnene Ära unserer mit bis zu 60 Mitgliedern zeitweise größten Abteilung.

Die ab März 2020 geltenden Kontaktbeschränkungen der Pandemie führten nicht nur zur völligen Einstellung des Trainings- und Ligabetriebs, sondern – erwartbar – auch zur fristlosen Kündigung durch den Hauptsponsor unseres einstigen Bundesligateams und folglich zur sofortigen Beendigung aller wirtschaftlich ausgerichteten Aktivitäten unserer Rollstuhl-Rugby-Abteilung.

Während sich die Mitglieder unserer anderen Sportarten während einzelner Corona-Lockerungen immer wieder zum kontaktlosen Sport verabreden konnten, hatte es Rollstuhl-Rugby gleich mehrfach schwer: Die Sportart, die einerseits vom Kontakt gegnerischer Rollstühle lebt, wird andererseits überwiegend von Menschen mit sehr starken körperlichen Einschränkungen und damit von Angehörigen der besonders zu schützenden vulnerablen Gruppen betrieben.

Defacto hatte unsere Rollstuhl-Rugby-Abteilung drei Jahre lang Corona-Lockdown – mit ganz wenigen Ausnahmen. Diejenigen Mitglieder, die dennoch uns treu und vor allem selbst gesund geblieben waren, sahen sich mit Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs und der Meldung einer Rumpfgruppe in der untersten Liga gleich noch einer weiteren Herausforderung ausgesetzt: Die Stadt hatte inzwischen auf einer vor unserer Trainingshalle gelegenen Fläche, die vom Hamburger Rollstuhlsport fast 50 Jahre lang während des Trainings als Behindertenparkplatz für bis zu vierzig Pkw und auch von diversen Fahrdiensten genutzt worden war, ein neues Schulgebäude gebaut.

Der eigentlich versprochene Umzug in eine neue Sporthalle mit ausreichend Parkraum verzögert sich jedoch genauso wie parallele Bauarbeiten in der alten Sporthalle. Umstände, die auch andere Abteilungen sehr belasten, und die unserem gesamten Verein etliches abverlangen.

Besseres Schwimmtraining II

Acht Jahre nachdem wir im September 2017 mit Unterstützung der Alexander-Otto-Sportstiftung unsere Trainingsbedingungen mit dem Umzug in die Schwimmhalle Inselpark enorm verbessern konnten, folgt nun ein weiterer Wechsel: Mit Unterstützung des Landesverbandes BRSH und des Landessportamtes ziehen wir in die Alsterschwimmhalle. Das denkmalgeschützte Haus aus dem Jahr 1973 wurde frisch saniert und ist nicht nur technisch, sondern vor allem in puncto Barrierefreiheit auf dem aktuellen Stand.

Das neue 50-Meter-Becken der Alsterschwimmhalle: Hier werden unsere Mitglieder künftig trainieren.

Die Mitglieder unserer Schwimmabteilung profitieren ab sofort nicht nur von deutlich mehr barrierefreien Umkleidekabinen, von denen einige sogar mit Deckenliftern ausgestattet sind, sondern auch von deutlich mehr Platz am Beckenrand und einem Zugewinn an Trainingszeiten. Je nach Leistungsstand kann nun wesentlich intensiver auf der Langbahn (50 Meter) trainiert werden. Für den Nachwuchs stehen Trainingszeiten in einem brusttiefen Kurzbahn-Becken zur Verfügung, das sich mit einer um zwei Grad höheren Wassertemperatur besonders für Menschen mit Bewegungseinschränkungen eignet.

DKM Düsseldorf 2024

Auch in diesem Jahr nahmen wir an den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Para Schwimmen in Düsseldorf teil. Unsere sechs qualifizierten Teilnehmerinnen hatten diverse Medaillen-Chancen – und wussten sie zu nutzen. Vor allem Eva sicherte sich mit reichlich Edelmetall den 12. Platz in der offenen Medaillenwertung, dicht gefolgt von Janine auf Platz 16. Beide waren insgesamt fünf Mal schnellste ihrer Altersklasse.

Erfolgreich bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Düsseldorf: Chrissy, Lara, Eva, Mirza, Janine und Neele mit Thorsten und Noah (v. l.)

Mirza war ebenfalls gut in Form und holte auf allen sechs gemeldeten Strecken Medaillen, darunter zwei Mal Altersklassen-Gold. Besonders erfreulich war ihre Jahresbestzeit über 100 Meter Brustschwimmen. Lara stieg mit einer Jahresbestzeit über 50 Meter Rückenschwimmen gut in den Wettkampf ein und kam auf nahezu allen Strecken dicht an ihre persönlichen Bestzeiten heran, konnte sich über ihre Paradestrecke 50 Meter Freistil wegen einer leicht verrutschten Wende jedoch nicht für ihr intensives Training belohnen. Chrissy überzeugte bei ihrem allerersten Start auf einer Deutschen Meisterschaft mit dem Erreichen ihrer zeitlichen Ziele über 50 Meter Schmetterling.

DP-Turnier Hannover

Am letzten Wochenende besuchten wir das zweite Turnier der diesjährigen Deutschlandpokal-Turnierserie im Rollstuhl-Tischtennis. Es wurde zum ersten Mal in Hannover ausgerichtet – und zwar gleich sehr erfolgreich.

Moritz Nedden (links), hier hochkonzentriert an der Platte, verpasste das Podium am Ende nur knapp.

Aus Hamburg schlugen unsere Aktiven Rebecca Bartels und Moritz Nedden als Neulinge in der Klasse N auf. Als schon erfahrener Spieler startete Frank Richter in der zweithöchsten Klasse B. Bei ihrem erst zweiten Turnier erreichte Rebecca mit dem 8. Platz ein sehr gutes Ergebnis. Moritz verpasste mit seinem vierten Platz sogar nur knapp das Podium.

Frank Richter (links) belegte den 13. Platz.

In der Klasse B gab es insgesamt 17 Starter, so dass in zwei Gruppen gespielt wurde. Mit nur zwei Siegen überstand Frank leider nicht die Gruppenphase und wurde am Ende Dreizehnter.

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